RPi mit SSH und X11 bedienen

Der Raspberry PI (kurz: RPi) ist bekanntlich ein Zeitdieb. Damit man den kleinen Rechner bequem von der Ferne aus bedienen kann, muss ein Fernzugriff eingerichtet werden. Wie jeder Linuxrechner „versteht“ auch der RPi das SSH-Protokoll und das gute alte X11-Windowforwarding aus dem FF.

Das folgende Bild zeigt mein kleines Netzwerk:

RPi-X11-example

X11-Server Xming in Aktion

Ich öffne auf dem Notebook eine SSH-Session zum RPi und starte dort die gewünschte Applikation (z.B. den schlanken Web-Browser Midori) in einem so genannte X11 Fenster. Auf dem RPi läuft der X11-Client, welcher den Fensterinhalt der Applikation zum X11-Server, also meinem Notebook überträgt.

Das nebenstehende Bild zeigt die SSH-Session, den Start der X11-Session für midori sowie eine Info zu dem freien X11-Server Xming 6.9.0.31

 

RPi-PuTTY-X11

PuTTY leitet X11 weiter…

Als SSH-Client nutze ich natürlich PuTTY. Damit man in der SSH-Session X11-Windows starten kann, muss man das X11-Feature „Enable X11 forwarding“ von PuTTY aktivieren. Siehe nebenstehendes Bild.

Wer möchte, kann zusätzlich mit SSH-Key Authentisierung arbeiten. Mit der SSH-Key Auth. kann man sich sehr einfach und trotzdem sicher auf „entfernte“ Rechner anmelden, ohne jedes mal Username und Password eingeben zu müssen.

Dazu erstellt man auf dem Notebook mit PuTTYgen (PuTTY Key Generator) ein digitales Schlüsselpaar (Private- & Public-Key). Der Private-Key wird durch eine „starke“ Passphrase vor unberechtigter Nutzung geschützt und verbleibt auf dem Quellsystem. Der Public-Key wird auf die Zielsysteme verteilt.

Der ssh-Daemon (sshd) auf dem Zielsystem (hier: RPi) „lauscht“ auf TCP-Port 22 und wenn sich ein User verbinden möchte, wird der Public-Key in der Datei ~/.ssh/authorized_keys für die Authentisierung zugrunde gelegt.

 

 

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